14. Deutsche Gehörlosen Golf Meisterschaften in Bad Orb Jossgrund 23.09.-25.09.2021

Das Jahr 2020 war aufgrund der Corona Pandemie ein völlig passives Jahr der Sportaktivitäten, das im Amateurbereich fast vollständig zum Erliegen gekommen ist. Kein Einziges Golfturnier konnte ausgetragen werden. Die Golfer mussten zeitweise unter strengen Lockdowns völlig auf Golf verzichten. Die DGM in Bad Orb, die ursprünglich im Juni 2020 stattfinden müsste, ist zuerst auf Juni 2021 und danach nochmal auf September 2021 verschoben worden. Beim Organisationsteam um Marc Brücher und Ulrich Wobbe liefen die Drähte heiß, die alle Hände voll zu tun hatten, eine DGM unter Pandemiebedingungen auszutragen. Die Herausforderung bestand darin: Organisatorisch die richtigen Schritte und all die undurchsichtigen Vorschriften unter Pandemiebedingungen zusammen zu fassen und umzusetzen. Dies erforderte ein Höchstmaß an Zeit, Konzentration und Engagement, wofür wir ihnen von ganzem Herzen Danken wollen.

Eine besondere Handicap (HCP) Regel wurde geändert:

Früher waren bei den Handicaps von -54 bis 0 und von 0 in einem (Plus) + HCP aufwärts angegeben. Die neue Regelung wurde dahingehend geändert, dass man vom schwächsten HCP 54 bis 0 und danach mit einem – (Minus) HCP angezeigt wird, das nur Profis haben. Wenn man besser als Par ist, wird dementsprechend mit – (Minus) angezeigt. Die Startliste mit ihren Handicaps unserer Golfer ist wie folgt:

  • HCP -5,3 Nico Guldan
  • HCP -3,6 Amelie Paloma Gonzalez Podbicanin
  • HCP 8,3 Lisa Schmitz
  • HCP 13,5 Gero Gertenbach
  • HCP 29,0 Petra Brandt

Nachdem das Jahr 2020 als Sportloses Jahr in die Geschichte eingegangen ist, das wir bisher nur aus den beiden früheren Weltkriegen kannten, konnten wir endlich mal wieder ein Turnier austragen. Dies fand vom 23.09.-25.09.2021 im Golfclub Jossgrund bei Bad Orb statt. Die Heidelberger Mannschaft trat mit 5 Mitgliedern in Bad Orb an. Vertreten sind wir in 4 von 5 Wettbewerben (Herren Zählspiel, Damen Zählspiel, Stableford Mix und die Teamwertung). Wieder konnten wir keinen Senior ins Wettbewerb schicken, dazu ist unser Team noch zu jung. Das Team GSV Heidelberg, angeführt durch unsere Titelverteidiger Nico Guldan, Amelie Gonzalez Podbicanin und unsere Super Gran Petra Brandt, sind erstmals die beiden Neulinge Lisa Schmitz aus Neuss und Gero Gertenbach aus Kassel mit an Bord. Das Turnier an beiden Tagen fand unter leichten Windverhältnissen und gemäßigten Temperaturen zwischen 17 und 22 Grad Celsius statt.

Am Mittwoch, den 22.09. fuhr Amelie direkt nach der Schule am Nachmittag nach Bad Orb und absolvierte ihre Proberunde und fuhr am späten Abend wieder nach Hause, um am nächsten Morgen ganz normal in die Schule zu gehen. Der Grund bei ihr lag daran, dass sie am Mittwoch keinen Nachmittagsunterricht und dafür am Donnerstag auf die obligatorische Proberunde verzichtet hatte.

Tag 1 Proberunde Donnerstag 23.09.2021 :

Nico und Gero trafen sich erstmals auf der Proberunde und hatten einen angenehmen schönen Tag erwischt. Nico hatte sich besonders über den Neuzugang aus Kassel gefreut, der die Mannschaft in der Breite verstärkt hat. Gero fand es spannend mit dem amtierenden Titelverteidiger eine Runde zu drehen und bei dem das eine oder andere ab zuschauen. Lisa und Petra kamen etwas später und absolvierten ihre Proberunden, das auch unter optimalen Bedingungen stattfand. Am Abend trafen sich alle im Golfclub und hatten ein schönes Wiedersehen mit vielen Golfern aus NRW gefeiert, das nach langer Conona Pause endlich wieder stattfand. Man konnte sich sehr schön in den Abend hinein ausquatschen, wobei der ein oder andere am liebsten länger aufgeblieben wäre.

Tag 2 Freitag 24.09.2021 (1. Runde) :

Traditionell beginnen die stärksten HCP Spieler um 10 Uhr. Nico (HCP -5,3) strebt seine Titelverteidigung an und hat in seinem Flight alte Bekannte, Paul Neumann (HCP 1,9) aus Bielefeld und Matthias Becherer (HCP 3,2) aus München. Das Flight Trio Nico, Matthias und Paul taten sich an Loch 1 ungewohnt schwer und patzten alle nacheinander mit einem Bogey. Nico fand sich erst ab Loch 3 zunehmend besser ins Spiel und machte sein erstes Birdie im Turnier. Bis Loch 9 schlug er noch 3 weitere Birdies und einen Bogey und kam zur Halbzeit mit -2 in Führung. Matthias hatte bis zur Halbzeit 3 weitere Bogeys gelocht und kam auf 4 Schläge über Par (+4). Paul hatte nicht seinen besten Tag und musste mit 6 weiteren Bogeys zur Halbzeit mit 7 Schlägen über Par (+7) sich ungläubig an seine eigene Nase fassen. Die restlichen 9 Löcher waren für Nicos Verhältnisse recht bescheiden verlaufen. Mit 2 Bogeys und einem Birdie kam Nico auf insgesamt 71 Schlägen (-1) ins Ziel und stapfte frustriert zurück zum Clubhaus. Er hatte beim Putten ein paar Birdies knapp verpasst. Ist wie beim Fussball, wenn man 1 Meter vorm Tor das leere Tor nicht trifft, so fühlte sich Nico in diesen Momenten. Matthias spielte nochmal 2 Birdies und 2 Bogeys und erreichte im Ziel 76 Schläge (+4). Paul hatte sich ein wenig besser gefangen und kam mit 2 weiteren Bogeys und 81 Schlägen (+9) ins Ziel.

Geros (HCP 13,5) Flight mit dem Hamburger Jan Erik Baron (HCP 15,7) und dem Achimer Alexander Claußen (HCP 20,1) begann um 10:40 Uhr, das recht bewölkt und angenehme Frühlingshafte Temperaturen hatte. Gero startete stark mit einem Birdie gleich am ersten Loch. Damit legte unser Handballspieler furios los, aber baute dennoch bis Loch 9 kontinuierlich ab. Mit drei Bogeys und drei Doppel Bogeys und einem Triple Bogey an Loch 4. Damit ging es für ihn mit 48 Schlägen (+11) in die Halbzeit. Jan Erik startete mit vier Bogeys und drei Doppel Bogeys einem Triple Bogey und einem fassungslosen Quintupel Bogey an Loch 2. Mehr kann man sich nicht ärgern, wird sich Jan Erik gedacht haben. Mit 55 Schlägen (+18) hat er die Hälfte des Kurses absolviert. Der Achimer Alexander schaffte in den ersten 9 Löchern nur ein einziges Par, gefolgt von drei Doppel Bogeys, zwei Triple Bogeys und drei Quintupel Bogeys und kommt auf 64 Schlägen (+27). Auch Alexander muss sich gedacht haben: „Was zur Hölle!“. Mit drei weiteren Bogeys, einem Doppel Bogey, zwei Triple Bogeys und einem Quadruple Bogey betrieb er noch Schadensbegrenzung. Bis Ende des Tages kommt er auf insgesamt 114 Schläge (+42), somit befand sich Alexander vollkommen außer Form und fand einen Tag zum Vergessen. Jan Erik ereilte das gleiche Schicksal, nur in abgemilderter Form. Mit 7 Bogeys und ein Doppel Bogey zwischen Loch 10 und 18 milderte er den Sturzflug ab und kam mit 99 Schlägen (+27) auch nicht ganz gut weg. Gero kam mit zwei Bogeys und drei Doppel Bogeys konzentrierter zurecht. Insgesamt benötigte er 91 Schläge (+19) und kam für seine Verhältnisse schwach ins Turnier. Allerdings ist für ihn das erste Mal ohne Hörhilfen, für das er noch eine gewisse Eingewöhnungszeit benötigt. Für alle drei gilt die Devise: „Morgen kann es ja nur besser werden!“

Erstmals konnte das Starterfeld bei den Damen auf 4 Golferinnen erweitert werden. Unsere Amelie (HCP -3,6) peilt wie Nico die Titelverteidigung an. Sie beginnt zusammen mit ihrer Neu Teamkollegin Lisa Schmitz (8,3) und der Münchnerin Stefanie Mayer (HCP 5,3) ihren Flight bei bewölktem Himmel und Frühlingshaften Temperaturen. Das Duell der Weltmeisterinnen Amelie und Stefanie wird mal wieder mit Spannung erwartet. In den ersten 9 Löchern fing Amelie ein Doppel Bogey und zwei Bogeys ein, ehe sie am 9. Loch endlich ein Birdie einlochte. Zwischenstand nach 9 Löchern 40 Schläge (+2). Stefanie tat sich nur ein kleines bisschen schwerer und fing ein Doppel Bogey und drei weitere Bogeys bis Loch 9 ein und kam auf 42 Schläge (+4). Für unseren Neuzugang aus Neuss Lisa war es Premiere bei den Gehörlosen endlich ein Turnier zu spielen, nachdem das letzte Jahr vollständig ins Wasser gefallen war. Mit einem sehr holprigen Start in den ersten 9 Löchern kam sie auf 5 Bogeys und 1 Triple Bogey an Loch 9 und ein Quad Bogey an Loch 6. Bei Ihr wollte der Ball einfach lieber in den Wald fliehen statt aufs Fairway. Da musste sie wohl ein ärgerliches Gespräch mit ihrem Ball führen, dass der das künftig unterlassen sollte, die Flugbahn zu verlassen. Mit 49 Schlägen (+12) ging es in die Halbzeit. Mit 6 weiteren Bogeys bis Ende der Runde hat sie sich deutlich besser gefangen. Nach dem Anschiss mit den Ball in der Halbzeit, hat dieser ihr diesmal besser gehorcht, sodass sie am Ende des Tages mit 90 Schlägen (+18) den Schaden noch in Grenzen halten konnte. Stefanie hatte nach 3 Bogeys und 2 Birdies auch deutlich besser performt als die ersten 9 Löcher davor und kam am Ende des Tages auf 78 Schläge (+6). Auch Amelie ließ sich nichts anbrennen und spulte mit nur zwei Bogeys und einem Birdie eine Konstanz von 6 Pars ab und kam am Ende des Tages auf 76 Schläge (+4). Ganz zufrieden wirkte sie nicht, aber 2 Schläge Vorsprung für den Finaltag sollte ihr Sicherheit geben, den Sack zu zumachen.

Unsere Super Gran Petra hatte keine gute Nacht gehabt und startete in der Stablefordwertung mit Schmerzen am Unterarm. Trotzdem biss sie sich auf die Zähne, um das Turnier ja nicht zu verpassen. In den ersten 9 Löchern schaffte sie 10 Netto Punkte, das noch ausbaufähig ist. Die restlichen 9 Löcher zündete sie den Turbo und legte noch eine Schippe drauf mit 17 Nettopunkten. Was eine deutliche Steigerung zu den ersten 9 Löchern bedeutet. Am Ende des Tages sammelte sie 27 Nettopunkten und steht auf dem dritten Platz in der Tageswertung. Karoline Werner aus Essen lieferte ein Kopf an Kopf Rennen mit Axel Dolderer aus Stuttgart. Mit 36 Nettopunkten am Ende des Tages hatte sie ein ganz konstantes Programm abgespult, mit dem man ganz zufrieden sein kann. Der Schwabe Axel legte mit 21 Nettopunkten in den ersten 9 Löchern ganz stark vor, baute aber nach der Hälfte ein wenig ab und sammelte nochmal 16 Nettopunkte und konnte sich in der Tageswertung noch ganz knapp vor Karoline behaupten. Wird noch ganz spannend am Finaltag zwischen den beiden mit offenem Ausgang. Beim Kampf um Platz 3 muss Petra ihre Verfolger noch abschütteln, die mit Stefan Heinz (27 Nettopunkten) gleichauf und Thomas Meiler mit (26 Nettopunkten) ganz dicht auf der Lauer liegt.

Tag 3 Samstag 25.09.2021 (2. Runde) :

Die Stablefordgruppe darf diesmal ganz früh ran. Diesmal hat sich Petra vorgenommen den dritten Platz nicht mehr herzugeben. Ohne Medaille nach Hause zu fahren, kam ihr nicht in den Sinn, während alle anderen vier Heidelberger mit Medaillenchancen ganz aussichtsreich im Rennen sind. Also blieb ihr nur das Ausblenden der Schmerzen am Unterarm und den Blick zielgerichtet nach vorn zu halten. Vielleicht gelingt ja doch noch eine Überraschung, um die beiden Führenden zu ärgern. Die ersten 9 Löcher waren im Vergleich zum Vortag deutlich besser verlaufen, indem sie mit 16 Nettopunkten ordentlich gepunktet hat. Die nächsten 9 Löcher auf dem Weg ins Ziel, hat sie mit 20 Nettopunkten noch einmal ganz kräftig nachgelegt und kommt am Ende des Tages auf 36 Nettopunkten, soviel wie Karoline am Vortag. Eine Besonderheit an Loch 11 hatte Petra mit einem Birdie die Aufholjagd nochmal kräftig entfacht. Stefan König, der Petra am Vortag noch wie ein Schatten gefolgt ist, musste abreißen lassen und kam nur auf 30 Nettopunkten. Thomas Meiler, der noch auf der Lauer lag, rutschte sogar noch auf den letzten Platz ab, sodass Petra den dritten Rang sichern konnte. Vorne lieferten sich Axel und Karoline ein erbittertes Duell um die Stableford Krone, bei dem Karoline ganz hauchdünn um einen Nettopunkt Vorsprung auf insgesamt 79 Nettopunkten gewinnen konnte. Der Schwabe musste mit 78 Nettopunkten geknickt seine knappe Niederlage eingestehen. Somit gratulieren wir Karoline zu ihrem ersten Stableford Titel.

Bei den Herren im Zählspiel hatte sich Nico eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vortag vorgenommen. Die Entschlossenheit stand ihm ins Gesicht geschrieben, denn er kämpft mit sich selbst als gegen andere. Mit vier Birdies und einem Bogey hat er in den ersten 9 Löchern mit insgesamt 34 Schläge (-3) schon vielversprechend vorgelegt. Seine Mitstreiter Matthias und Paul kamen annähernd nicht an sein Niveau heran. Mit drei Bogeys und einem Birdie benötigte Matthias 39 Schläge (+2). Paul hatte viel gutzumachen, nach seiner völlig verkorksten ersten Runde. Zur Halbzeit war er mit zwei Birdies und zwei Bogeys schon wie ausgewechselt im Vergleich zum Vortag. Jetzt einmal tief durchatmen und an dieser Leistung anknüpfend, gelang ihm zwar noch ein Birdie und musste noch drei Bogeys schlucken. Insgesamt kommt er auf 74 Schläge, was im Vergleich zum Vortag, wie ein Befreiungsschlag anfühlte. Matthias ließ sich nicht beirren und schaffte noch sieben Pars und zwei Bogeys. Somit kam er, wie am Vortag auf insgesamt 76 Schläge, was ihm am Ende die Vizemeisterschaft sicherte. Unser Stargolfer Nico hat sich nicht auf den Lorbeeren ausgeruht und das Ziel unter 68 Schlägen angepeilt. Anmerkung: Der Rekord einer Runde lag bei 68 Schlägen, das Allen John im Jahre 2017 aufgestellt hatte. Mit drei weiteren Birdies und einem Bogey konnte Nico die Schlagzahl um zwei reduzieren und kam am Ende des Tages auf sagenhafte 67 Schläge (-5). Damit hat er den vier Jahre alten Rekord von Allen John um einen Schlag unterboten und ist somit alleiniger Rekordhalter mit den wenigsten Schlägen in einer Runde bei Gehörlosen Turnieren. Der Bielefelder Paul Neumann belegte den dritten Platz mit insgesamt 155 Schlägen (+11). Der zweite Platz ging mit 152 (+8) Schlägen an den Münchner Matthias Becherer. Mit 138 Schlägen (-6) gewinnt unser Stargolfer Nico Guldan zum dritten Male in Folge die DGM. Wir gratulieren ihm von ganzen Herzen zum dritten Male in Folge und gleichzeitig gratulieren wir ihm zu seinem neuen Runden Rekord von 67 Schlägen, das auch in die Geschichtsbüchern eingehen wird.

Der letzte Flight bei den Ladies um Amelie, Stefanie und Lisa. Unsere Stargolferin Amelie hat sich auch vorgenommen ihre eigenen Bestmarken aus dem Jahre 2018 zu pulverisieren. Im ersten Durchgang benötigte sie ein Bogey und ein Doppel Bogey bei sechs Pars, was 40 Schlägen (+3) bedeutete. Mit diesem ersten Abschnitt war Amelie sehr unzufrieden, denn da musste unbedingt eine Steigerung her. Stefanie kam etwas besser ins Spiel und schaffte zwei Birdies, zwei Bogeys und ein Doppel Bogey und kam auf 39 Schlägen (+2). Somit läge Amelie insgesamt nur noch mit einem einzigen Schlag in Führung. Wir wissen alle, dass im Golf alles ganz schnell drehen kann, wenn eine Pechsträhne anhält. Lisa schaute nur auf sich selbst, da die beiden Führenden ohnehin außer Reichweite lagen. Sie hatte sich vorgenommen deutlich besser als am Vortag abzuschneiden. Mit drei Bogeys und drei Doppel Bogeys war das eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vortag und kam zur Halbzeit auf 46 Schlägen (+9). Ins Ziel kam sie mit weiteren 3 Bogeys und 3 Doppel Bogeys und insgesamt 90 Schlägen (+18). Natürlich hatte sie sich da mehr erhofft, aber die Bunker zogen ihren Ball an diesem Tag nahezu 14 mal magnetisch an. Vielleicht mal den Ball auf Magnete untersuchen lassen :). Stefanie kam auf einen Schlag nahe an Amelie heran, hatte aber eine 5er Serie von Bogeys von Loch 12 bis 16 und entfernte sich wieder von Amelie. An Loch 18 fiel die Entscheidung endgültig, indem sie mit einem Triple Bogey ihre Siegträume begraben musste. Insgesamt kam Stefanie auf 82 Schlägen (+10) und musste sich mit der Vizemeisterschaft abfinden. Amelie blieb völlig konzentriert am Ball und patzte nur zwei mal an Loch 10 und 14 mit jeweils einem Bogey, dafür holte sie an Loch 13 einen Birdie und ließ sich mit sechs weiteren Pars den Titel nicht mehr aus der Hand nehmen. Sie kam mit 76 Schlägen (+4) am Ende des Tages solide ans Ziel. Natürlich hatte sich Amelie mehr vorgenommen, aber es hatte dennoch gereicht und gewinnt zum vierten Male in Serie die DGM bei den Ladies. Wir gratulieren Amelie von ganzen Herzen zu Ihrem vierten Titel in Serie.

Bei der Teamwertung wurde der GBF München dritter mit insgesamt 522 Schlägen. Zweiter wurde Rekordmeister und Dauersieger GSV Bielefeld mit 503 Schlägen. Der GSV Heidelberg angeführt von Kapitän Nico Guldan gefolgt von Amelie Paloma Gonzalez Podbicanin, Lisa Schmitz und Gero Gertenbach, triumphierten endlich im zweiten Anlauf mit 470 Schlägen (es wurden nur die 3 Besten Ergebnisse gewertet). Somit ist der GSV Heidelberg zum ersten Male in ihrer noch sehr jungen Geschichte Deutscher Gehörlosen Mannschaftsmeister. Wir sind sehr stolz auf unsere gesamte Mannschaft und freuen uns sehr, die Titel auch in den nächsten Jahren verteidigen zu dürfen. Auch dass wir eine goldene Generation an Golfern bereitstellen und diese hoffentlich nachhaltig mit Mitgliederzuwächse bereichern können.

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